96plus, Klub

Zum Welt-MS-Tag: "Gänsehaut in der HDI Arena"

Am heutigen Donnerstag ist Welt-MS-Tag. 2,5 Millionen Menschen sind weltweit an Multipler Sklerose (MS) erkrankt, in Niedersachsen sind es 20.000. Hannover 96 fördert mit seiner sozialen Initiative 96plus ein Laufprojekt, bei dem die HDI Arena eine besondere Rolle spielt.

Mirko Woitschig (Leiter 96plus, Zweiter v. l.), Anja Grau (DMSG Niedersachsen, Dritte v. l.), Johann-Friedrich Dempwolff (Geschäftsführer Clarios, Vierter v. l.), André Kalesse (Vorstand DMSG Niedersachsen, Sechster v. l.), Björn Bremer (96-Geschäftsführer, Vierter v. r.) und Hauke Jagau (Regionspräsident, rechts) mit Teilnehmern des Laufprojekts.

Training in der HDI Arena
"Ich hatte richtig Gänsehaut, als ich durch den Spielertunnel ins Stadion gegangen bin", sagt Robin. Er ist einer von 15 an Multipler Sklerose (MS) erkrankten Menschen aus der Region Hannover, die sich in der HDI Arena auf einen großen Tag vorbereiten - am Mittwoch war dort die erste Übungseinheit. Am 7. September wird die Gruppe im Serengeti-Park in Hodenhagen an einem sogenannten Survival-Lauf teilnehmen. Doch nicht nur der Lauf selbst, sondern der Weg dorthin ist das Ziel. "Für uns ist es wirklich ein Highlight, dass wir ins Stadion dürfen und dort trainieren können", sagt André Kalesse, Vorstand im niedersächsischen Landesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG). "Wir sind dankbar, dass uns 96plus diese einmalige Gelegenheit ermöglicht."

Strahlende Gesichter
Mit Unterstützung unseres Hauptpartners Clarios (vorher Johnson Controls) übernimmt 96plus das Honorar für eine Trainerin, die Startgebühr für den Hindernislauf und kümmert sich um die Ausstattung der 15 Aktiven. Und öffnet die Türen in der HDI Arena. "Die strahlenden Gesichter, die ich bei allen in unserem Team gesehen habe, sind allein die Herausforderung schon wert", sagt Anja Grau von der DMSG Niedersachsen. Aktiv im Leben trotz MS – diese wichtige Botschaft könne mit der Teilnahme an dem acht Kilometer langen Hindernislauf transportiert werden.

Mut und Stolz
"Ich hätte mich vorher nicht getraut, Sport zu treiben", sagt Robin. "Durch die Vorbereitung auf den Lauf habe ich Mut bekommen und bin stolz. Für mich ist das ein Selbstbewusstseinsschub." Ähnlich ergeht es Jasmin, die erzählt, dass sie das Laufprojekt vom Sofa runtergeholt habe: "Ich bin dadurch zum Sport gekommen und habe gemerkt: Wow, das hat bei mir etwas Tolles angeschoben." In der Gruppe mit anderen an MS erkrankten Menschen Sport zu treiben, nehme den Leistungsdruck, weil alle Verständnis hätten, wenn man bedingt durch die Krankheit mal einen schlechteren Tag habe, berichtet Jasmin.

Was ist MS?
Multiple Sklerose ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die unter anderem zu Lähmungserscheinungen führt oder dazu, dass Muskeln nicht mehr richtig koordiniert oder Sinnessignale nicht korrekt weitergegeben werden. Meist treten die ersten MS-Symptome im Alter von 20 bis 40 Jahren auf, Ersterkrankungen gibt es aber immer häufiger auch bei Kindern und Jugendlichen. "Diese jungen Menschen zu erreichen ist wichtig", sagt André Kalesse. Sport hilft dabei.

Grenzen verschieben
Für Maike aus dem Team der 15 Sportlerinnen und Sportler sind das Training in der HDI Arena und der Lauf eine Möglichkeit, "meine Grenzen wahrzunehmen und zu achten, sie aber auch für einen kurzen Moment zu verschieben". Und wie sagt Maike so schön: "Viele Gesunde machen so einen Lauf nicht. Aber man muss auch mal was Verrücktes tun."

Gemeinsam ins Ziel
Das 96plus-Motto "Gemeinsam stark" passe prima zu dem Laufprojekt, sagen Johann-Friedrich Dempwolff, Geschäftsführer von Clarios, und Regionspräsident Hauke Jagau unisono. Denn, so erzählt Sportlerin Laura, eines stehe bereits jetzt fest: Obwohl der Hindernislauf für jeden von ihnen wegen der Erkrankung eine ganz individuelle Herausforderung sei, wollen alle 15 am 7. September gemeinsam über die Ziellinie laufen.
hr