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Marcel Franke: "Der ganze Unmut ist natürlich völlig berechtigt"

Nach der 0:4-Niederlage beim Karlsruher SC findet 96-Kapitän Marcel Franke deutliche Worte. Seht und lest hier alle Stimmen zum Spiel.

Marcel Franke beantwortet nach dem Spiel die Fragen zur Partie und zu dem Unmut der Fans. (Foto: 96/Kaletta)

96-Cheftrainer Jan Zimmermann: Wir sind heute gar nicht schlecht ins Spiel gekommen. Dann hatten wir zehn schlechte und Karlsruhe zehn bärenstarke Minuten, in denen das Spiel dann so gut wie entschieden war. Wenn wir vor der Pause den Anschluss gemacht hätten, oder der Anschlusstreffer eben keine Hand gewesen wäre, dann hätten wir sicherlich noch einmal zurückkommen können, das ist uns nicht gelungen. Wir haben in der zweiten Halbzeit viel versucht – bis zur 75. Spielminute kann man den Jungs da auch nichts vorwerfen. Am Ende hat uns die Kraft verlassen, Karlsruhe hat es gut ausgespielt und mit dem 4:0-Nackenschlag war es dann endgültig.

KSC-Cheftrainer Christian Eichner: Ich empfand, dass der Gegner besser ins Spiel gekommen ist. Wir haben ein paar Minuten gebraucht und haben das 1:0 dann benötigt. Diese Führung hat uns unglaublich Aufschwung gegeben. Dann hat die Mannschaft konsequent nach vorne gespielt und sich mit dem zweiten und dritten Treffer belohnt. Dass es in der zweiten Halbzeit keine leichte Aufgabe wird, war uns klar. Der Gegner hat nicht aufgehört, uns zu bespielen. Das haben wir aber gut verteidigt und mit dem 4:0 war dann der Deckel drauf.         

96-Kapitän Marcel Franke zum Spiel: Nach dem ersten Gegentor haben wir heute komplett den Faden verloren. Karlsruhe macht dann weiter Druck, wir halten nicht gut genug dagegen, und dann bekommen wir das zweite und das dritte Tor direkt hintereinander weg. Heute fällt es mir wirklich schwer, Worte zu finden. Wir haben es in der zweiten Halbzeit weiter versucht, haben alles nach vorne geworfen, um ein Tor zu schießen. Das hat nicht geklappt. Dann fällt noch das vierte, aber das Spiel haben wir bereits nach 30 Minuten verloren.

Franke zum Unmut der Fans, den sie nach dem Spiel am Zaun auch gegenüber der Mannschaft deutlich machen: Da muss man sich jedes Wort anhören. Jedes Wochenende fahren sie mit und müssen sich heute so einen Mist von uns angucken. Da wird niemand dastehen und uns zujubeln. Deswegen muss man sich jedes Wort in der Kurve anhören, und der ganze Unmut ist natürlich völlig berechtigt.