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Ron-Robert Zieler: "Guter Endspurt, aber unterm Strich zu spät"

Nach dem letzten Heimspiel des Jahres gegen den Karlsruher SC sprechen 96-Cheftrainer Stefan Leitl, KSC-Coach Christian Eichner sowie Ron-Robert Zieler, Andreas Voglsammer und Kolja Oudenne über die 90 Minuten in der Heinz von Heiden Arena.

/ Profis

96-Cheftrainer Stefan Leitl: Ich finde, dass wir uns das Unentschieden noch verdient haben – aufgrund der letzten 30 Minuten der zweiten Hälfte. Aber es ist von Minute eins an erst einmal zu wenig gewesen. In der ersten Hälfte hatten wir sehr viele Querpässe, haben immer wieder nach hinten aufgelöst. Nach der ersten Hälfte haben wir mal auf den Tacho geguckt: Wir sind über zwei Kilometer weniger gelaufen als der Gegner. Die 2. Liga hat ihre eigenen Prioritäten, eine dieser Prioritäten ist die Laufleistung. Ich glaube, dass wir in der zweiten Hälfte deutlich daran geschraubt haben, auch mit der Umstellung auf Raute. Dann hieß es: Leinen los und Feuerwerk-Fußball. Es ist gut, dass wir dann noch den Ausgleich erzielen. Aber die Diskrepanz zwischen erster und zweiter Hälfte war zu groß. Deswegen treten wir momentan auch auf der Stelle und kommen nicht in die Bereiche, in die wir hineinwollen. Wir brauchen eine hohe Intensität von Minute eins an. Es ist einfach wichtig, mutig zu sein. Das war mir von Minute eins an zu wenig und ab Minute 55 war’s dann in Ordnung. Ich glaube, dass wir im Tank haben, das auch ab Minute eins zu spielen.

KSC-Coach Christian Eichner: Wir sind in der ersten Halbzeit sehr gut reingekommen, gehen dann auch in Führung. Auch nach Beginn der zweiten Spielhälfte waren wir griffiger und besser. Da ist es uns gelungen, das zweite Tor zu machen. Und dann musst du auch nach zwei Toren die Basics weiterhin gut machen. Du darfst nichts mehr anbieten. Bis zum 1:2 haben wir das gut gemacht – und dann ist der Gegner eine Welle nach der anderen geschwommen. Mit dem Lattenschuss hatten wir schon Glück und dann fällt am Schluss das 2:2. Das müssen wir akzeptieren, zeigt aber auch, warum wir uns momentan in dieser Region der Tabelle bewegen.

96-Kapitän Ron-Robert Zieler: Ich habe immer dran geglaubt, auch in der Halbzeitpause. Wir haben es auch im letzten Heimspiel gegen Berlin bewiesen, dass wir ein 0:2 aufholen können. Heute haben wir es wieder geschafft. Schön, dass wir es in der letzten Minute noch ausgleichen konnten. Unterm Strich stehen wir natürlich hier und haben irgendwie zwei Gesichter gezeigt. So richtig zufrieden können wir am Ende daher trotzdem nicht sein. Man sieht auf der einen Seite was möglich ist, aber es fehlte uns dann heute schon noch, dass wir noch weitere Strecken des Spiels auf den Platz zu bringen. Es war ein guter Endspurt, aber unterm Strich etwas zu spät für drei Punkte. Ich hätte mir gewünscht, dass wir diesen Mut und diese Überzeugung schon früher an den Tag legen.

96-Torschütze Andreas Voglsammer: Vor zwei Wochen standen wir hier und haben auch über die überragende Mentalität der Mannschaft gesprochen, nach einem 0:2-Rückstand wieder zurückzukommen. Das Kompliment kann ich der Mannschaft wieder machen, aber: Wir dürfen so nicht in Rückstand geraten, erst recht nicht 0:2. Wir hatten ein Heimspiel, wir wollten das Spiel gewinnen. Leider kriegen wir es nicht von Anfang an so auf die Platte, wie wir uns das vorstellen, und kriegen zwei Gegentore, so dass du wieder zurückliegst. Wir wollen Fußball spielen und auch mal riskant öffnen, da kann es auch mal zu Fehlern kommen. Trotzdem dürfen wir uns nicht in die Situation bringen, dass wir 0:2 hinten liegen. Das ist Fakt. Daraus müssen wir lernen und unsere Schlüsse ziehen.

96-Startelfdebütant Kolja Oudenne: Nach dem frühen Gegentor und dem bitteren 0:2 ist das Startelfdebüt dann doch noch ein wenig gelungen. Ich bin glücklich, über 90 Minuten gespielt zu haben. Heute Morgen hat mich der Trainer ins Büro geholt - ich weiß gar nicht mehr, ob ich direkt antworten konnte. Ich glaube, ich war erst einmal sprachlos. Den Tag über kam immer mehr Vorfreude auf das Spiel, spätestens auf dem Platz mit den ganzen Fans war die Aufregung vergessen. Ich bin seit einem halben Jahr hier und trainiere jede Woche hart, um da zu sein, wo ich heute sein darf. Es war an sich eine Woche wie jede andere auch. Dass es dann heute so kam, freut mich und macht mich stolz.

96-Kapitän Ron-Robert Zieler im Spiel gegen Karlsruhe (Foto: 9&/Kaletta)
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