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HandicapfußballerInnen auf großer Fahrt nach Japan

Die HandicapfußballerInnen des Hannoverschen Sportvereins von 1896 e.V. starten im Dezember zu einer außergewöhnlichen Reise nach Japan, bei der Sport, Kultur und internationale Begegnungen im Mittelpunkt stehen. Die Einladung des japanischen Klubs Mito Hollyhock ist eine besondere Anerkennung und ermöglicht dem 96-Handicapteam ein unvergessliches Erlebnis.

Mannschaftsfoto des FC Mito Hollyhock.
Die Handicapfußballer des FC Mito Hollyhock mit dem Banner ihres Hauptsponsors (Foto: Taihei Dengyo)

Vorfreude auf ein außergewöhnliches Abenteuer
„Das ist ein echtes Abenteuer für uns alle, auf das wir uns mit großem Respekt und noch mehr Dankbarkeit gegenüber unseren Gastgebern freuen!“, sagt Holger Apitius, Abteilungsleiter Handicapsport und Delegationsleiter der Tour. Vom 16. bis zum 22. Dezember geht es über Amsterdam mit Direktflug nach Tokio und von dort weiter nach Mito – eine Stadt mit rund 270.000 EinwohnerInnen, etwa 140 Kilometer nordöstlich von Tokio. Gut 20 Personen umfasst die Reisegruppe, die zusätzlich von Hakan Alhan, Koordinator Sponsoring/Eventmanagement und Sportvorstand, sowie Dr. Patrick Nösel, Vorstand Vereinsentwicklung, begleitet wird.

Einladung mit großer Geste
„Wir waren mehr als sprachlos, als wir erfahren haben, dass wir vom Fußballklub Mito Hollyhock – einem Klub aus der zweiten Division der japanischen Profiliga – eingeladen wurden, inklusive aller Kosten, die eine solche Reise mit sich bringt: vom Flug über das Hotel bis hin zu allen Veranstaltungen und Ausflügen, die für uns vorgesehen sind.“ Der offizielle Anlass der Reise ist die Teilnahme an einem Fußballturnier für Menschen mit Beeinträchtigungen, das von Mito Hollyhock organisiert wird. „Wir sind mit Hannover 96 der erste ausländische Verein, der dorthin eingeladen wurde.“, sagte Holger Apitius.

Hintergrund der Kooperation
Der Kontakt zu Mito Hollyhock entstand über die Akademie von Hannover 96, genauer durch Arne Kübek, Leiter der Fußballschule und Projektmanager der 96-Akademie. Zwischen der 96-Akademie, den Profis und dem japanischen Klub besteht eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit. Immer wieder kommen junge japanische SpielerInnen nach Hannover – und schaffen bei entsprechender Qualität sogar den Sprung ins Profi- oder U23-Team. Hollyhock-Geschäftsführer Gengo Seta (42), der früher für Fortuna Düsseldorf tätig war, ist maßgeblich an dieser Kooperation beteiligt.

Erfolgreiche Beispiele der sportlichen Partnerschaft
Aktuell spielt etwa Hayate Matsuda im Zweitligateam von Hannover 96. Zunächst kam er auf Leihbasis vom japanischen Partnerklub, in diesem Sommer wurde er fest verpflichtet. Nach dem Aufstieg mit der U23 und einer starken Saison in der 3. Liga hat sich der Japaner in seiner dritten Spielzeit einen Platz im Profikader erarbeitet – und sorgt mit Dynamik und Torgefahr für Aufsehen. „Ich konnte kurzfristig anlässlich eines Besuches von Gengo Seta Kontakt aufnehmen und mit ihm die Idee besprechen.“

Sport trifft Kultur
Holger Apitius hat nicht nur Respekt vor der Reise selbst, sondern auch vor den sportlichen Gegnern: „Ich habe mir einige Videos von den Spielen der Teams angeschaut – es ist beeindruckend, wie stark sie dort auftreten. Vor allem sind sie sehr flink auf den Beinen. Das wird für unsere Jungs nicht einfach.“ Dennoch betont Apitius abschließend: „Obwohl wir sportlichen Ehrgeiz haben, liegt die Priorität auf dem Kennenlernen von Land, Menschen und Kultur.“

AE

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