Nachwuchs

U23 unterliegt den Kieler Störchen 0:3 (copy 1)

Die U23 musste auswärts gegen Holstein Kiel eine 0:3 (0:2)-Niederlage einstecken. Die U17 kassierte gegen den VfL Wolfsburg eine 0:5 (0:5)-Schlappe, auch die U19 kehrte mit einem 2:3 gegen den 1. FC Union Berlin an die Leine zurück.

U23 hat gegen Kiel keine Chance
Der personell gebeutelte 96-Reserve wurde in Kiel am 13. Spieltag der Regionalliga Nord die Grenzen aufgezeigt. Vor 2609 Zuschauern bewies SV Holstein Kiel warum sie erster Verfolger von Tabellenführer RB Leipzig sind. "Das war eine klare Angelegenheit. Ich halte Kiel für die stärkste Mannschaft der Liga", erkannte Jürgen Willmann neidlos an.
In den ersten zehn Minuten der Partie konnte Hannover das Spiel noch offen gestalten, bis der Ex-Hannoveraner Jaroslaw Lindner nach einem Abstimmungsfehler zwischen Abwehr und Torwart Marcel Klonz zum 1:0 einnetzte (9.). "Die frühe Führung der Kieler hat einen Bruch in unserem Spiel verursacht", so der 96-Coach. Ab dann dominierten die Gastgeber die Begegnung. Besonders die ehemaligen Hannoveraner Jaroslaw Lindner und Patrick Hermann zeigten sich in überragender Verfassung. "Herrmann ist für mich der beste rechte Verteidiger der Liga", lobt Willmann den Kieler. Aber auch Rafael Kazion und Deran Toksöz zogen das Spiel der "Störche" überragend auf und spielten ihre Klasse aus. Zudem ist ihr Stürmer Marc Heider "mit der beste Stürmer der Liga. Die KSVler überzeugen sowohl durch individuelle Stärke als auch als Mannschaft", hält der 96-Coach eine Lobeshymne auf den Gegner. Aber zurück zum Spiel: In der 21. Minute kam es zum Getümmel im Strafraum, nach einer Flanke von Tim Siedschlag konnte der Ball nicht entscheidend geklärt werden, landete am Innenpfosten und Heider drückte den Abpraller dann dankend zum 2:0 über die Linie. "Wir haben nicht genug investiert die Kugel aus dem Strafraum zu bekommen", ärgert sich Willmann. Die "Störche" pressten jetzt sehr, ohne aber zu zwingenden Möglichkeiten zu kommen. So ging es mit 0:2 zur Pause.

Royer mit Chance - Sonst nicht viel los
Nach dem Seitenwechsel übten die Kieler noch mehr Druck aus und die Niedersachsen kamen die ersten zehn Minuten nicht mehr aus ihrem Strafraum raus. Für die endgültige Entscheidung sorgte dann Marco Steil, der nach einer Ecke von Siedschlag zum 3:0-Endstand einköpfte (74.). Danach plätscherte das Spiel vor sich hin. Zur einzigen nennenswerten Chance der Niedersachsen kam Daniel Royer, der erstmalig für die 96-Reserve auflief. Er scheiterte jedoch am stark parierenden Morten Jensen – Ebenfalls Ex-Hannoveraner. "Daniel hat eine hohe individuelle Qualität. Er hat sich gut in unser Team eingefügt", lobt Willmann den jungen Österreicher. Mit der Niederlage rutschen die Niedersachsen von Rang sechs auf Rang acht ab. Die heimstarken Kieler behielten mit dem Sieg ihre weiße Weste zuhause und liegen weiterhin nur zwei Punkte hinter dem Tabellenführer RB Leipzig. "Das Ergebnis dokumentiert den Leistungsunterschied", resümiert der 96-Coach die Begegnung.
ms

Holstein Kiel: Morten Jensen - Patrick Herrmann, Marco Steil, Steve Müller, Dan Poggenberg, Sofien Chahed, Tim Siedschlag (77. Jakob Sachs), Rafael Kazior (84. Karsten Fischer), Deran Toksöz, Marc Heider (81. Tim Wulff), Jaroslaw Lindner
Hannover 96 II: Marcel Klonz - Florian Rutter, Tim Wendel, Erdal Akdari, Niko Gießelmann, Deniz Aycicek (84. Ali Gökdemir), Tom Merkens, Daniel Royer, Saliou Sané (46. Masahito Noto), Lars Fuchs (70. Marc-Kemo Kranich), Florian Beil

Tore: 1:0 Jaroslaw Lindner (9.); 2:0 Marc Heider (21.); 3:0 Marco Steil (74.)

Schiedsrichter/in: Malte Dittrich (Bremen) - Assistenten: Johannes Mayer-Lindenberg (Hamburg), Murat Yilmaz (Hamburg)

Zuschauer: 2609

Gelbe Karte: - / Florian Beil (2.), Tom Merkens (2.)

>>TABELLE REGIONALLIGA NORD/NORDOST<<

U19 mit unglücklicher Niederlage
Am 10. Spieltag der A-Junioren Bundesliga unterliegen die jungen Roten beim 1. FC Union Berlin mit 2:3. Damit rutscht die Herold-Elf auf Rang neun der Tabelle ab. "Wir waren heute dominanter und hatten mehr Spielanteile, Wir haben zum wiederholten Mal ein Spiel verloren, was nicht verloren werden darf", ärgert sich der 96-Coach. In der ersten Halbzeit gab es ein munteres Hin und Her zwischen den Kontrahenten, wobei die erste Viertelstunde klar den Gästen gehörte. "Wir haben Berlin nicht ins Spiel kommen lassen", lobt Hartmut Herold seine Schützlinge. Philipp Rusteberg und Conrad Azong hatten gute Chancen die Gäste in Führung zu bringen. Stattdessen sah die Abwehr der Niedersachsen in der 18.Minute bei einem Eckball der "Eisernen" nicht gut aus. Berlins Kay Druschky kam relativ frei zum Ball und konnte zum 1:0 einköpfen. "Wir sind bei ruhenden Bällen einfach nicht sattelfest", ärgert sich der 96-Coach. Den Rückstand steckte seine Mannschaft dann aber gut weg und spielte offensiv weiter. Nach einer knappen halbe Stunde wurde Azong von Oliver Oschkenat gefoult und Schiedsrichter Henry Müller entschied auf Notbremse: Elfmeter für Hannover 96 und rote Karte für Oschkenat. Der Gefoulte verwandelte den Strafstoß selbst - 1:1 (29.) Das Spiel war nun wieder offen und die Gäste blieben gegen geschockte Berliner am Drücker. Kurz vor der Halbzeitpause zeigten die jungen Roten dann noch mal ihr Können. Mit einem wunderschönen Kurzpassspiel schlängelten sie sich über mehrere Stationen in den Berliner Strafraum und Azong schoss eiskalt ins lange Eck zur 2:1 Führung (42.). Die Niedersachsen waren nach ihrem Fürhungstreffer aber wohl schon mit den Gedanken in der Halbzeitpause, denn in den letzten Minuten vor der Pause mangelte es an Konzentration. Die Gastgeber bekamen einen Freistoß zugesprochen, der durchaus vermeidbar gewesen wäre. Björn Jopek trat ihn genial, und für Kiesewetter unhaltbar, in den Winkel – mit 2:2 ging es dann zum Pausentee. "Der unglückliche Freistoß war die Schlüsselszene des Spiels", so Herold. "Wären wir mit der Führung in die Pause gegangen, wäre das Spiel anders ausgegangen."

Zehn Berliner machten hinten dicht
Nach Wiederanpfiff stellten sich die in Unterzahl spielenden Berliner hinten rein und lauerten auf Konter. Bei den Roten musste Jakob Olthoff in der Innenverteidigung ausgewechselt werden (55.), für ihn kam Julian Rupprecht ins Spiel. Nach dem Wechsel fehlte die Zuordnung in der Hannoveraner Abwehr, was die Gastgeber direkt ausnutzten und Druschky zur 3:2-Führung einnetzte. Rupprecht fälschte den Schuss unglücklich und unhaltbar für Kiesewetter ab (56.). Ab dann verbarrikadierten sich die "Eisernen" noch mehr. Die jungen Roten erspielten sich zwar weiter Chancen, aber ein Treffer sollte einfach nicht gelingen. Die Uhr lief gegen die Gäste. Vorm Tor durfte sich jeder mal versuchen, aber die Kugel wollte einfach nicht über die Linie. "Wir haben uns die Chancen gut erspielt, aber sind dann kläglich vorm Tor gescheitert", ärgert sich Herold. Malte Bertram hatte ein paar Minuten vor Schluss noch eine Riesenmöglichkeit zum Ausgleich, als er eine Flanke mit dem Kopf an die Latte weiterleitete (86.). "Meine Mannschaft verkauft sich in dieser Saison bisher unter Wert. Wir waren heute das eindeutig besserer Team und fahren wieder ohne Punkte nach Hause", so der enttäuschte 96-Coach. "Uns hat es an der Durchschlagskraft vor dem Tor gefehlt und auch ein bisschen an Glück. Aus den vielen Chancen muss auch mal was Zählbares raus springen."
ms

1. FC Union Berlin: Brüggemann, Köhler, Wiebach, Simonovic, Oschkenat Rehbein (46. Wladyko), L. Reimann (90. Hörig), M. Schmidt (31. Lobbes) Wedemann, Jopek Druschky (85. Jung)

Hannover 96: Kiesewetter, Schindler, S. Reimann, Olthoff (55. Rupprecht), Wohlfahrt Pietler, Fölster, Boock (61. Kasumovic) Rusteberg (82. Musliji), Bertram Azong (74. Petrov)

Tore: 1:0 Druschky (18.) 1:1 Azong (29. Foulelfmeter) 1:2 Azong (42.) 2:2 Jopek (44.) 3:2 Druschky (56.)

Schiedsrichter: Müller (Cottbus)

Zuschauer: 26

Gelbe Karten: Druschky, Lobbes

Besondere Vorkomnisse: Rote Karte Oschkenat (29./Notbremse)

>>TABELLE A-Junioren-Bundesliga NORD/NORDOST<<

U17 mit 0:5-Schlappe
Am 10. Spieltag der B-Junioren-Bundesliga strauchelt der souveräne Tabellenführer Hannover 96 und geht mit 0:5 in Wolfsburg unter. "Es lief bei uns ähnlich wie bei den Profis. Es ist eine verdiente Niederlage, denn Wolfsburg war die besserer Mannschaft, nur in der Höhe völlig unnötig", resümiert 96-Coach Daniel Stendel. Besonders VfL-Goalgetter Frederico Palacios-Martinez stach bei den stark agierenden Gastgebern hervor – er ließ es gleich drei Mal klingeln (50., 55., 65.) und führt jetzt die Torschützenliste der B-Junioren Bundesliga mit zwölf Treffern an.
Das kuriose an dieser Begegnung ist, dass es zur Halbzeitpause noch 0:0 stand. Wer vor Ort war, sah zunächst ein hochklassiges Fußballspiel, mit leichten Vorteilen für die jungen Wölfe.

Fünf Tore in der zweiten Hälfte
Nach dem Wechsel fielen dann die ersehnten Tore, gleich fünf an der Zahl, jedoch nicht für den Tabellenführer, sondern für den Rivalen aus der VW-Stadt. Die Hannoveraner gerieten unter die Räder, vor allem unter die der Tormaschine Palacios-Martinez: Er schob in der 50. Minute nach einem Zuspiel von Spielmacher Paul Seguin ein. Nur fünf Minuten später netzte der freistehende Tolay Cigerci ein (55.). Die Tore drei und vier für die Gastgeber fielen in ebenfalls kurzem Abstand in der 65. und 67. Spielminute – Wieder durch den torhungrigen Palacios-Martinez.  Die Chance zum Anschluss hatte der eingewechselte Mike Steven Bähre, er blieb jedoch erfolglos. Den 5:0-Endstand schoss Wolfsburgs Julian Brandt und besiegelte damit die Klatsche für den Spitzenreiter. "Wolfsburg hat heute einen sehr guten Tag erwischt", lobt Stendel den Ligarivalen. "Wir hatten heute enorme Probleme den Gegner unter Kontrolle zu bringen." Die jungen Roten bleiben trotz Niederlage an der Tabellenspitze. "Es ist gut, dass es morgen direkt mit dem Pokalspiel weiter geht", freut sich der 96-Coach auf die neue Herausforderung. Am morgigen Dienstag treffen sie im Conti-Cup Viertelfinale auf den VfL Osnabrück und wollen ins Halbfinale einziehen. "Es wird keine leichte Aufgabe, aber wir wollen weiterkommen und sind in der Favoritenrolle", gibt Stendel das Ziel vor. Verzichten müssen die Leinestädter auf Niklas Teichgräber, der mit der U16 des DFB unterwegs ist, und auf Tim Dierßen, der noch verletzt ist. Anpfiff ist morgen um 18:45 Uhr in Osnabrück.
ms

VfL Wolfsburg: Klinger, Wiswe, Tille, Baar (72. Marquardt), Sprenger Bülbül, Seguin, Cigerci, Busching Brandt, Palacios-Martinez (70. Brahim)

Hannover 96: Brünig, Y. Schulze, Serra (41. Bähre), Wilton Tuna, Ernst (65. Sulejmani), Keskin (56. Grunert), Sielski Krottke, Panagiotidis (72. Marunde), Wolf

Tore: 1:0 Palacios-Martinez (50.) 2:0 Cigerci (55.) 3:0 Palacios-Martinez (65.) 4:0 Palacios-Martinez (68.) 5:0 Brandt (70.)

Schiedsrichter: Lechner (Neuburg)

Zuschauer: 300

Gelbe Karte: - / Panagiotidis

Gelb-Rot: Wilton (70./wiederholtes Foulspiel)

 >>Tabelle B-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost<<