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Konstruierter Streit: Kein "Aufstiegs-Zoff" bei 96

Die "Bild"-Zeitung berichtet heute von "Aufstiegs-Zoff" bei Hannover 96. Diesen vermeintlichen Streit gibt es nicht, im Gegenteil: Sportliche Leitung und Geschäftsführung arbeiten gut und vertrauensvoll zusammen.

Der Sporteil in der "Bild"-Zeitung am heutigen Montag

Versöhnlicher Schlussstrich
Wir möchten aus gegebenem Anlass noch einmal daran erinnern: Am 17. September vergangenen Jahres titelte die "Bild"-Zeitung in ihrem Hannover-Sportteil: "Bilanz des Grauens: Hannover auf dem Weg in die 3. Liga". Seit gestern ist die Zweitligasaison 2019/20 beendet: Hannover 96 hat vor der Spielzeit – das ist keine Frage – Entscheidungen getroffen, die sich in der Hinserie nicht bestätigt haben. Doch die Verantwortlichen haben diese korrigiert und damit die Wende eingeleitet: Zum Abschluss der Saison steht der 6. Tabellenplatz, mit dem 2:0-Heimsieg gegen den VfL Bochum hat die Mannschaft einen versöhnlichen Schlussstrich unter eine durch die Coronakrise besondere Saison gezogen. Und was titelt die "Bild" heute? "Aufstiegszoff bei Hannover 96".

"Ziehen an einem Strang"
Bei Hannover 96 wird mit Sachlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und vor allem großer Ruhe konstruktiv gearbeitet. Diesen mit Cheftrainer Kenan Kocak und Sportdirektor Gerhard Zuber eingeschlagenen Kurs wird 96 in der Vorbereitung auf die neue Saison und bei der Zusammenstellung einer schlagkräftigen Mannschaft fortsetzen. Sportliche Leitung und Geschäftsführung ziehen an einem Strang. Und daran werden Berichte, wie sie heute die "Bild"-Redakteure Lars Beike und Florian Krebs verfasst haben, nichts ändern.

Streit-Vorwurf ist abwegig
Es gibt keinen "Zoff" bei 96, erst recht keinen "Aufstiegszoff". Kenan Kocak hat in der Pressekonferenz nach dem Bochum-Spiel formuliert, dass er momentan nicht vom Aufstieg sprechen möchte, sondern zunächst mit Gerhard Zuber und Martin Kind gute Entscheidungen treffen und anschließend mit ihnen gemeinsam die Ziele festlegen will. Daraus einen vermeintlichen Streit zu konstruieren, ist abwegig. "Das Verhältnis zu Herrn Kocak und Herrn Zuber ist von Vertrauen, Achtung und Leistungsbereitschaft geprägt", sagt 96-Geschäftsführer Martin Kind.

In Ruhe die Weichen stellen
Alle bei Hannover 96 wünschen sich den Aufstieg und die Rückkehr in die Bundesliga. Die Weichen dafür zu stellen, ist die Aufgabe der nächsten Wochen und Monate. Dabei werden wir uns von keinem treiben lassen, sondern weiter in Ruhe daran arbeiten, die bestmöglichen Entscheidungen für 96 zu treffen. Unabhängig davon, ob sie den Medien gefallen oder nicht.