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AOK-Gesundheitstipp März: So wird man Hühneraugen los

Sie sind eigentlich harmlos, können aber ziemlich schmerzhaft sein: Hühneraugen wachsen dort, wo es ständig oder immer wieder Druck und Reibungen gibt – vor allem unter der Fußsohle und an den Zehen. An den betroffenen Stellen bildet sich nach und nach eine dicke Hornschicht, die mit der Zeit wie ein Dorn in tiefere Hautschichten hineinwächst. Damit es gar nicht erst zu dieser Verhärtung kommt, sollten die Druckstellen regelmäßig entlastet werden, rät die AOK Niedersachsen. Denn meist bilden sich die Hühneraugen dann von selbst zurück.

Damit Füße fit und gesund bleiben, sind Hygiene und sorgsame Pflege wichtig. (AOK-Gesundheitstipp)

Verschiedene Ursachen
Das Hühnerauge (lat. Clavus) hat den Namen von seinem äußeren Erscheinungsbild, das an ein Vogelauge erinnert: Es ist rund, gelbbraun und hat in der Mitte einen glasig wirkenden Kern, der meist schmerzempfindlich ist. Zwischen den Zehen ist der Clavus eher weißlich und weniger hart, da dort mehr Feuchtigkeit herrscht. Hühneraugen entstehen vor allem an knochennahen Hautstellen, deshalb sind Füße und Hände anfälliger als andere Körperteile. Neben zu engem Schuhwerk können auch Fehlstellungen der Füße, Hammerzehen sowie ein Senk- oder Spreizfuß Ursachen für Hühneraugen sein.

Hühneraugen behandelt man am besten, indem man die betroffene Stelle von Reibung und Druck entlastet. Konkret heißt das: auf zu enge, drückende Schuhe verzichten und lieber bequemes Schuhwerk tragen. Wenn das aus beruflichen Gründen nicht immer geht, sollten Wechselschuhe mitgenommen werden.

Ist die Ursache eher eine Fehlstellung der Füße oder Zehen, können orthopädische Einlagen oder eigens gefertigte, passgenaue Schuhe helfen. Um den Druck von der betroffenen Stelle zu nehmen, eignen sich außerdem druckentlastende Pflaster oder Silikonpolster.

Warme Fußbäder helfen
Hilfreich sind auch regelmäßige warme Fußbäder: Ist die verhornte Haut dann weich, kann man sie mit einem Bimsstein vorsichtig abschaben und danach eincremen. Die Haut darf dabei aber nicht verletzt werden, damit keine Keime eindringen. Aus diesem Grund sollte man auch auf radikale Selbsthilfe-Methoden verzichten und nicht etwa mit einem spitzen oder scharfen Gegenstand an dem Hühnerauge herumschneiden, denn: jede kleine Wunde ist ein Einfallstor für Infektionen.

In den meisten Fällen lassen sich Hühneraugen ganz gut in Eigenregie behandeln. Anders sieht es bei älteren Menschen aus, die oft nicht mehr so beweglich sind und Mühe haben, an den eigenen Fuß heranzukommen. Auch Menschen mit Diabetes oder mit Durchblutungsstörungen der Füße sollten sich professionelle Hilfe suchen, etwa bei einem Podologen oder eine Podologin.

Ist das Hühnerauge schon tief in die Hautschichten gewachsen, muss es ärztlich behandelt werden. Manchmal werden Hühneraugen auch mit Dornwarzen verwechselt. Letztere werden durch Viren übertragen und entstehen vor allem an den Fußsohlen und Fersen. Es fehlt der glasige Kern, stattdessen sind häufig bräunliche Pünktchen zu sehen. Wer unsicher ist, um was genau es sich handelt, sollte dies daher von einem Arzt oder einer Ärztin abklären lassen.