Profis

Albornoz und das eingelöste Versprechen

Vier Jahre lang hat er gewartet - und gestern gegen RB Leipzig war es endlich soweit: Miiko Albornoz erzielt sein erstes Bundesligator und löst gleichzeitig ein Versprechen ein. Die ganze Geschichte!

2014: Erstes Tor für Chile
Dass er es kann, hat Miiko Albornoz schon Anfang Juni sehenswert unter Beweis gestellt. Im Länderspiel gegen Chile zog der Nationalspieler einfach mal aus 20 Metern ab und erzielte mit dem Treffer zum 2:2-Endstand gegen Polen ein Traumtor. Es war nicht sein erster Treffer für sein Land, bereits Anfang 2014 traf der Linksfuß beim 4:0 gegen Costa Rica. Dann folgten vier Jahre ohne Zählbares. Geduld, was das Netzen angeht, hat der Linksverteidiger durchaus schon bewiesen - zumindest auf internationaler Ebene.

Premierentreffer: Gratulation von 96-Kapitän Waldemar Anton an Miiko Albornoz.

2018: Erster BL-Treffer für 96
Lange gewartet hat er auch auf ein Tor für die Roten. Seit 2014 trägt Albornoz das 96-Trikot, kratzt mittlerweile an der 100er-Marke an Spielen für die Niedersachsen. 94 Partien hat er schon auf dem Konto, sieben Tore seinen Mitspielern schon aufgelegt. Es fehlen dem in Schweden geborenen Chilenen also nur noch sechs Begegnungen, um ein kleines Jubiläum zu feiern. Eine Premierenparty gab es für ihn allerdings gestern schon gegen RB Leipzig. Es läuft die 65. Minute, zwei Zeigerumdrehungen vorher sind die Roten Bullen mit 3:1 in Führung gegangen. Der Ball kommt an der Strafraumkante über Niclas Füllkrug zu Walace, der seinen Teamkollegen Albornoz links im Strafraum sieht und bedient. Der schlenzt die Kugel unhaltbar für RB-Torhüter Péter Gulácsi zum 2:3-Anschlusstreffer ins rechte Eck. Ein schönes Tor und das erste für den Copa America-Gewinner in der höchsten deutschen Spielklasse. Am Ende reicht es für die Niedersachsen nicht mehr für einen weiteren Treffer und den damit verbundenen Auswärtspunkt.

Versprechen eingelöst
Das wurmt Albornoz, der sich über den besonderen Moment im Spiel zwar freut, dem aber ein Zähler aus dem Duell mit den Sachsen lieber gewesen wäre. "Es ist schön, ein Tor zu erzielen, aber heute ist das nicht wichtig für mich, weil wir nicht gewonnen haben", resümiert der 27-Jährige nach Abpfiff. Immerhin hat er sein Versprechen eingelöst. "Ich habe mit meiner Familie vor dem Spiel noch gesprochen und gesagt, dass ich treffe." Wenn zukünftig des Öfteren die albornoz'sche "self-fulfilling prophecy" zutreffen sollte, gibt es nichts dagegen einzuwenden. Und vielleicht klappt es dann im selben Zug nicht nur mit einem weiteren Treffer für den Außenverteidiger, sondern auch mit einem Sieg für 96.
nr