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Das 14-Tage-Buch: John Guidetti

14 Tage lang stehen die 96-Profis unter häuslicher Quarantäne. Wie verbringen sie die Zeit? Was sind die besonderen Momente? In unserem 14-Tage-Buch lassen unsere Spieler uns etwas an ihrem Alltag teilhaben. Jeden Tag beantwortet einer von ihnen immer dieselben fünf Fragen. Der zehnte Eintrag gehört John Guidetti, der sich gemeinsam mit Frau Sanna etwas ganz Besonderes für seine Kinder ausgedacht hat.

Kino geschlossen? Kein Problem für John!

John, was war heute Dein Highlight des Tages?

John Guidetti (27): Wir haben Eintrittskarten fürs Kino gebastelt und in unserem Schlafzimmer eine riesige Höhle gebaut, die dann der Kinosaal war. Außerdem gab es einen Kiosk, wo man Süßigkeiten kaufen konnte. Wir haben unseren Kindern dann Geld und Tickets gegeben, um die Süßigkeiten bezahlen und ins Kino zu kommen. Das hat ihnen richtig gut gefallen.

Um die Zeit zu vertreiben: Welches Buch, welche Serie oder welchen Film kannst Du empfehlen?

John: Gestern haben wir tatsächlich einen richtigen guten Film gesehen, das war "Le Mans 66". Darin geht es um den Kampf zwischen Ford und Ferrari. Ein toller und außerdem ziemlich langer Streifen, damit bekommt man die Zeit ganz gut rum.

Das Sportliche darf nicht zu kurz kommen: Was ist Deine Lieblings-Fitnessübung für zu Hause?

John: Ich trainiere viel zu Hause, vor allem mit dem Ball, aber auch auf dem Spinning-Rad. Außerdem haben wir hier ein ziemlich langgezogenes Wohnzimmer, sodass ich ganz gut von Wand zu Wand laufen kann. Das klingt vielleicht ein bisschen komisch und meine Kinder finden es auch ziemlich lustig. Die setzen sich dann immer auf die Treppe und schauen mir dabei zu, wie ich wie ein verrückter Hund vor und zurück laufe (lacht). Zudem habe ich gemeinsam mit Miiko einen Online-Fitnesscoach. Wir rufen uns dann immer im Gruppenchat über FaceTime an und ein Freund von uns gibt uns Übungen vor, die wir gemeinsam umsetzen.

Welcher Kontakt hat Dich heute via Telefon, Skype oder FaceTime am meisten überrascht?

John: Nicht heute, aber Baka hat mich vor kurzem über FaceTime angerufen, das war eine nette Überraschung. Er wollte einfach mal nachfragen, wie es mir geht. Wir haben uns dann in einem Mix aus Englisch und Deutsch unterhalten.

Hast Du noch eine Botschaft an die Fans und die Leute "da draußen"?

John: Das Wichtigste ist jetzt einfach, zu Hause zu bleiben und die Ausbreitung (des Coronavirus, Anm. d. Red.) so gut wie möglich zu stoppen. Wir sind seit elf Tagen in Quarantäne und es ist hart, aber jeder muss Verantwortung übernehmen. Es gibt nichts, was ich aktuell mehr möchte, als im ausverkauften Stadion vor unseren Fans zu spielen, gerade jetzt, wo wir zuletzt zwei Mal in Folge gewonnen haben und so gut drauf waren. Wir müssen jetzt aber geduldig sein, denn es gibt größere Probleme auf der Welt.
nj